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Funktioniert etwas, mach mehr davon; funktioniert etwas trotz ernsthafter Bemühungen nicht, probiere etwas anderes aus! So in etwa äußerte sich Steve de Shazer, einer der Begründer der lösungsfokussierten Therapie. Als ich dies zum ersten Mal las, fühlte es sich an, wie eine sehr knappe Beschreibung meiner eigenen Lebensphilosophie.

Mit einer solchen Haltung ist es nicht möglich, dauerhaft im Negativen zu verharren. Sie zwingt uns in einen Prozess der Versöhnung mit eigenen Grenzen, und trainiert unser Wohlwollen und unsere Gelassenheit, aber auch unsere Konsequenz im Umgang mit anderen, ob in der Familie, unter Freundinnen und Bekannten oder Arbeitskolleginnen.

Gemeinsam öffnen wir Ausblicke und Einblicke. Die Lösungen für Ihre Herausforderungen und Probleme, werden Sie hierbei selbst konstruieren. Diese werden zu Ihrem Leben und Ihren Bedürfnissen passen und Ihren Handlungsspielraum dauerhaft erweitern.

KURZVITA

Ich werde älter, bin verheiratet und habe vier erwachsene Kinder.

Schon früh interessierte ich mich für Psychologie und Soziologie. Mein beruflicher Werdegang führte allerdings erst über Umwege zu meiner Berufung, der Arbeit mit und für Menschen in schwierigen Situationen.

Zunächst arbeitete ich als Fremdsprachenkorrespondentin, später als Journalistin und Redaktionsassistentin bei der Tageszeitung „Die Rheinpfalz", und schließlich beim Deutschen Bundestag als Leiterin des Regionalbüros eines Bundestagsabgeordneten in Ingolstadt, Bayern. Mein Umzug nach Baden-Württemberg im Jahr 2004 gab den Anstoß, mich beruflich in eine andere Richtung weiterzuentwickeln. Inzwischen bin ich Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (KH Freiburg), Psychosozialtherapeutin, Lösungsfokussierte Beraterin, psychotherapeutische Heilpraktikerin, Familiencoach und last but not least Instruktorin für MHFA Ersthelfer Kurse für mentale Gesundheit.

Seit elf Jahren betreibe ich eine psychosoziale Beratungspraxis. Professionelle Weiterbildung ist meine ständige Begleiterin. Und auch bei meinen ehrenamtlichen Aktivitäten in der organisierten Interessenvertretung der Angehörigen von Menschen mit gravierenden psychischen Gesundheitsproblemen, lerne ich seit zehn Jahren viel. Meine wertvollsten Lehrmeister:innen sind jedoch meine Klient:innen. Dafür bin ich sehr dankbar.

GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

Wenn Sie möchte, dass Sie etwas über mich erfahren, darf mein gesellschaftliches Engagement nicht fehlen.

Gesellschaftspolitische Themen und Entwicklungen gehen uns alle an. Wir können uns jedoch nicht um alles kümmern. Ich persönlich entschied vor vielen Jahren, mich sozialpolitisch zu engagieren. Es führte zu weit, hier auf die unterschiedlichen Themen und Aktivitäten einzugehen. Mein langjähriges und anhaltendes Engagement für Angehörige und Nahestehende psychisch belasteter Menschen (ApK), stelle ich Ihnen jedoch gerne näher vor.

Im Wesentlichen lässt sich dieses Engagement in drei Bereiche einteilen, die Arbeit von Angehörigen, die Arbeit mit Angehörigen und die Arbeit für Angehörige.

Die Arbeit von Angehörigen

Darunter lässt sich das Engagement von Angehörigen in Gesellschaft und Politik zusammenfassen, das wesentlich darauf abzielt, die Lebens- und Behandlungsbedingungen für psychisch erkrankte Familienmitglieder zu verbessern, den eigenen Einfluss hierauf zu erhöhen und strukturelle Nachteile für ApK als Mitbetroffene auszugleichen oder zu verhindern.

Die Arbeit mit Angehörigen

Hierunter ist die Zusammenarbeit von ApK und Fachpersonen, auf dem Feld der psychiatrischen und psychosozialen Hilfen zu verstehen. Gemeinsam soll die Person unterstützt werden, die mit psychischen Gesundheitsproblemen zu kämpfen hat. Die Aktivitäten finden sowohl im stationären als auch im ambulanten Setting statt, und beziehen die psychisch belasteten Personen mit ein. Dieser „Trialog" wird in der aktuellen Ausgabe der S3 Leitlinie „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen" für die Fortentwicklung der Versorgungsstrukturen und zur Qualitätsförderung bereits empfohlen.

Die Arbeit für Angehörige

Diese Aktivitäten fokussieren darauf, Angehörige als hoch belasteten Personenkreis zu unterstützen und zu stärken. Sie finden bisher nur sehr eingeschränkt statt. Ergänzend zu Selbsthilfegruppen, gibt es auch angeleitete Angehörigengesprächskreise, beispielsweise in Kliniken. Auch Mehrpersonengespräche im stationären Behandlungsverlauf sind möglich. Allerdings sind in vielen Kliniken proaktive Gesprächsangebote auch heute noch nicht selbstverständlich.

Als Arbeit für Angehörige können auch Psychotherapien bewertet werden. Hier spielt die Familientherapie (FT) eine wichtige Rolle. Als Chance zur Veränderung dysfunktionaler familiärer Kommunikationsmuster, ist sie grundsätzlich dazu geeignet, ApK zu entlasten.

Ich persönlich engagiere mich in all diesen Bereichen.

Angehörige, die sich auf irgendeine Weise in der Selbsthilfe engagieren, und sei es „nur" die Teilnahme an Selbsthilfegruppen, bewältigen ihre Lebenssituation konstruktiver und fühlen sich weniger belastet. Das zeigt auch eine wissenschaftliche Forschungsarbeit, die ich selbst im vergangenen Jahr 2022 durchführte. Die Gesamtergebnisse werde ich hier bald zugänglich machen.

An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal sehr herzlich bei den vielen Menschen, die sich an meiner Umfrage für diese Arbeit beteiligten!